Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Blutdruck Rechner
135/88 — was heißt das? Werte eingeben und sofort Kategorie, MAP und Pulsdruck ablesen.
Basierend auf 2 Quellen
Der Blutdruck-Rechner wertet deine Messwerte nach den offiziellen Kategorien der Deutschen Hochdruckliga aus — von „optimal" bis „Hypertonie Grad 3". Du gibst einfach den oberen (systolischen) und unteren (diastolischen) Wert ein und siehst sofort, wo du stehst. Zusätzlich berechnet der Rechner den mittleren arteriellen Druck (MAP) und den Pulsdruck, zwei Kennzahlen aus der ärztlichen Praxis. Das dauert keine zehn Sekunden und hilft dir, deine Werte richtig einzuordnen — statt zu raten.
So verwendest du diesen Rechner
Gib zunächst deine Werte in die Felder Systolischer Blutdruck (SBP), Diastolischer Blutdruck (DBP) ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.
So funktioniert der Blutdruck-Rechner
- Miss deinen Blutdruck in Ruhe — am besten morgens vor Kaffee und Medikamenten, nach fünf Minuten Sitzen.
- Trage den oberen Wert in das Feld „Systolischer Blutdruck (SBP)" ein, den unteren in „Diastolischer Blutdruck (DBP)".
- Der Rechner ordnet deine Werte sofort einer Kategorie zu: von „Optimal" bis „Hypertonie Grad 3". Liegen oberer und unterer Wert in verschiedenen Klassen, zählt die höhere.
- Zusätzlich siehst du den mittleren arteriellen Druck (MAP) und den Pulsdruck — zwei Werte, die in der Praxis zur Einordnung genutzt werden.
Durchgerechnetes Beispiel: Eine 52-jährige Verkäuferin aus Leipzig misst morgens 135/88 mmHg. Sie trägt 135 bei SBP und 88 bei DBP ein. Der Rechner zeigt: MAP 103,7 mmHg (88 + 47 ÷ 3), Pulsdruck 47,0 mmHg (135 − 88), Kategorie „Hochnormal", Bewertung „Erhöht". Kein Notfall — aber ein guter Anlass, die Werte zwei Wochen lang zu protokollieren und mit der Hausärztin zu besprechen.
Was bedeuten die beiden Blutdruckwerte?
Der systolische Wert (oben) misst den Druck, wenn sich das Herz zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt. Der diastolische (unten) misst den Druck in der Entspannungsphase dazwischen. Beide zählen: Die Einstufung richtet sich immer nach dem schlechteren der beiden Werte. Bei 135/88 landet man deshalb in „Hochnormal", obwohl jeder Wert für sich grenzwertig wirkt — entscheidend ist die Kombination.
- Optimal: unter 120/80
- Normal: 120–129 / 80–84
- Hochnormal: 130–139 / 85–89
- Hypertonie Grad 1–3: ab 140/90, gestaffelt bis über 180/110
Ab wann spricht man von Bluthochdruck?
Ab 140/90 mmHg in der Arztpraxis — bei der Selbstmessung zu Hause liegt die Grenze bei 135/85, weil man dort meist entspannter ist. Ein einzelner hoher Wert macht noch keine Diagnose: Stress, Kaffee oder Aufregung treiben den Druck kurzzeitig hoch. Erst wenn wiederholte Messungen über Tage oder eine 24-Stunden-Messung erhöhte Werte zeigen, spricht man von Hypertonie. Etwa jeder dritte Erwachsene in Deutschland ist betroffen, viele ohne es zu wissen.
Was sagen MAP und Pulsdruck aus?
Der mittlere arterielle Druck (MAP) beschreibt den durchschnittlichen Druck über einen Herzzyklus — normal sind etwa 70 bis 100 mmHg. Der Pulsdruck ist schlicht die Differenz zwischen oberem und unterem Wert; 40 bis 60 mmHg gelten als unauffällig. Ein dauerhaft hoher Pulsdruck über 60 kann auf steifere Gefäße hindeuten und wird ärztlich ernster genommen als noch vor einigen Jahren.
Formel
MAP = DBP + (SBP − DBP) / 3
Pulsdruck = SBP − DBP
SBP = systolischer Wert, DBP = diastolischer Wert, jeweils in mmHg. Die Kategorie folgt den Bereichen der Deutschen Hochdruckliga: Optimal (<120/<80), Normal (120–129/80–84), Hochnormal (130–139/85–89), Hypertonie Grad 1 (140–159/90–99), Grad 2 (160–179/100–109), Grad 3 (≥180/≥110). Bei unterschiedlichen Klassen zählt der höhere Wert.
So ist dieser Rechner entstanden
Dieser Rechner ist entstanden, weil Blutdruckwerte auf dem Display oft mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten — „ist 135/88 noch okay?" gehört zu den häufigsten Gesundheitsfragen überhaupt. Wir wollten eine Auswertung, die sofort einordnet, statt nur Zahlen zu zeigen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein normaler Blutdruck?
Als normal gelten 120–129 systolisch und 80–84 diastolisch, als optimal alles unter 120/80. Hochnormal sind 130–139 zu 85–89. Ab 140/90 spricht man von Bluthochdruck (Hypertonie). Bei der Messung zu Hause liegt die Grenze etwas niedriger: 135/85.
Wie berechne ich den MAP bei 120/80?
Ganz einfach: Unterer Wert plus ein Drittel der Differenz. Bei 120/80 also 80 + (120 − 80) ÷ 3 = 80 + 13,3 = 93,3 mmHg. Das liegt im unauffälligen Bereich von etwa 70 bis 100 mmHg.
Wie berechne ich den Pulsdruck bei 140/90?
Oberer minus unterer Wert: 140 − 90 = 50 mmHg. Unauffällig sind etwa 40 bis 60 mmHg. Ein dauerhaft hoher Pulsdruck über 60 kann auf steifere Gefäße hindeuten und sollte ärztlich abgeklärt werden.
Was bedeutet „hochnormaler Blutdruck"?
Hochnormal bedeutet 130–139 systolisch oder 85–89 diastolisch — noch kein Bluthochdruck, aber ein Warnsignal. Protokolliere deine Werte zwei Wochen lang und sprich mit deiner Hausärztin oder deinem Hausarzt. Bei Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzerkrankungen wird hochnormaler Druck ernster genommen.
Reicht eine einzige hohe Messung für die Diagnose Bluthochdruck?
Nein. Stress, Kaffee, Aufregung oder ein voller Terminkalender treiben den Druck kurzzeitig hoch. Erst wiederholte erhöhte Messungen über mehrere Tage — oder eine 24-Stunden-Langzeitmessung — begründen die Diagnose Bluthochdruck.
Ist niedriger Blutdruck gefährlich?
Von niedrigem Blutdruck (Hypotonie) spricht man unter 100/60 mmHg. Meist ist das harmlos — manche Menschen leben dauerhaft mit 105/65 und fühlen sich pudelwohl. Nur bei Beschwerden wie Schwindel, Ohrensausen oder Ohnmacht sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
Was tun bei Werten über 180/110 mmHg?
Ruhe bewahren und nach fünf Minuten erneut messen. Bleiben die Werte so hoch, kontaktiere noch am selben Tag eine Ärztin oder einen Arzt. Bei Warnzeichen wie Brustschmerzen, Atemnot, Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen sofort den Notruf 112 wählen.
Quellen
- Deutsche Hochdruckliga: Blutdruck-Klassifikation und Grenzwerte
- Klinische Standardformel für den mittleren arteriellen Druck (MAP)
Erstellt von

M.Sc. Wirtschaftswissenschaften, Goethe-Universität Frankfurt · Certified Financial Planner (CFP)
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