Zuletzt aktualisiert: 05. Oktober 2026
Mindestlohn-Rechner
Mindestlohn prüfen: Liegt dein Stundenlohn über 13,90 €? Jetzt kostenlos berechnen
Basierend auf 3 Quellen
Der Mindestlohn-Rechner prüft, ob dein Lohn den gesetzlichen Mindestlohn von 13,90 € pro Stunde erreicht: Gib Stundenlohn oder Monatsgehalt plus Wochenstunden ein und sieh sofort deinen effektiven Stundenlohn, das gesetzliche Mindest-Monatsgehalt und die Differenz. So erkennst du auf einen Blick, ob dein Arbeitgeber korrekt zahlt — oder ob dir Geld zusteht.
So verwendest du diesen Rechner
Gib zunächst deine Werte in die Felder Eingabevariante, Stundenlohn, Monatsgehalt, Wöchentliche Arbeitszeit ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.
So funktioniert der Mindestlohn-Rechner
- Wähle im Feld Eingabevariante, ob du mit Stundenlohn oder Monatsgehalt rechnest.
- Trage im Feld Stundenlohn deinen Bruttolohn pro Stunde ein — oder im Feld Monatsgehalt dein Bruttomonatsgehalt.
- Gib im Feld Wöchentliche Arbeitszeit deine regelmäßigen Wochenstunden an.
- Der Rechner zeigt dir Effektiver Stundenlohn, Gesetzliches Monatsgehalt bei Mindestlohn 2026 und die Differenz zum gesetzlichen Mindestlohn.
Durchgerechnetes Beispiel: Ein 26-jähriger Lagerhelfer aus Duisburg bekommt 2.200 € Monatsbrutto bei 40 Stunden pro Woche.
- Monatsstunden = 40 × 52 / 12 = 173,33 h
- Effektiver Stundenlohn = 2.200 € / 173,33 h = 12,69 €
- Gesetzliches Monatsgehalt = 13,90 € × 173,33 h = 2.409,33 €
- Differenz = −209,33 € → unter Mindestlohn!
Ihm stehen monatlich 209,33 € mehr zu. Der Rechner vergleicht gegen den Referenzwert 13,90 € pro Stunde (2026) — ab 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 €.
Für wen gilt der Mindestlohn — und für wen nicht?
Der Mindestlohn gilt für fast alle Arbeitnehmer ab 18 Jahren, auch für Minijobber und viele Praktikanten. Ausnahmen gibt es nur wenige:
- Auszubildende (für sie gilt die Mindestausbildungsvergütung, 2026: 724 € im 1. Lehrjahr)
- Unter 18-Jährige ohne abgeschlossene Berufsausbildung
- Langzeitarbeitslose in den ersten 6 Monaten einer neuen Beschäftigung
- Pflichtpraktika im Rahmen von Schule, Ausbildung oder Studium sowie kurze Orientierungspraktika
- Ehrenamtliche
Achtung Minijob-Falle: Durch die Mindestlohnerhöhung 2026 steigt die Minijob-Verdienstgrenze auf 603 € monatlich. Wer bei 13,90 € mehr als rund 43,4 Stunden im Monat arbeitet, rutscht aus dem Minijob raus — mit Sozialabgaben als Folge.
Was tun, wenn der Lohn unter dem Mindestlohn liegt?
Erster Schritt: ruhig nachrechnen. Manche Arbeitgeber vergessen, dass Überstunden, die nicht bezahlt werden, den effektiven Stundenlohn drücken — genau dafür ist die Monatsgehalt-Variante des Rechners da.
- Gespräch suchen: Oft ist es ein Berechnungsfehler in der Lohnbuchhaltung.
- Schriftlich festhalten: Dokumentiere Stunden und Lohnzettel.
- Zoll / Finanzkontrolle Schwarzarbeit: Sie prüft Mindestlohnverstöße — auch anonymen Hinweisen wird nachgegangen.
- Gewerkschaft oder Anwalt: Unterzahlungen können bis zu 3 Jahre rückwirkend eingeklagt werden.
Wichtig: Auf den Mindestlohn kann man nicht verzichten — auch nicht per Vertrag oder „freiwillig". Solche Klauseln sind unwirksam.
Formel
Monatsstunden = Wochenstunden × 52 / 12
Effektiver Stundenlohn = Monatsgehalt / Monatsstunden
Gesetzliches Gehalt = 13,90 € × Monatsstunden
Differenz = Dein Gehalt − Gesetzliches Gehalt
So ist dieser Rechner entstanden
Dieser Rechner ist entstanden, weil viele Beschäftigte ihren effektiven Stundenlohn nie ausrechnen — gerade bei Monatsgehältern und unbezahlten Überstunden. Die Vergleichslogik nutzt den gesetzlichen Referenzwert 13,90 € für 2026.
Häufig gestellte Fragen
Wie hoch ist der Mindestlohn 2026?
Seit dem 1. Januar 2026 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 13,90 € brutto pro Stunde. Zum 1. Januar 2027 steigt er weiter auf 14,60 €. Der Rechner vergleicht deinen Lohn mit dem aktuellen Wert von 13,90 €.
Wie berechne ich meinen Stundenlohn aus 2.500 € Monatsgehalt bei 38 Stunden?
Schritt für Schritt: 1) Eingabevariante „Monatsgehalt" wählen, 2.500 € und 38 Stunden eingeben. 2) Monatsstunden = 38 × 52 / 12 = 164,67 h. 3) Effektiver Stundenlohn = 2.500 € / 164,67 h = 15,18 € — über dem Mindestlohn.
Zählen unbezahlte Überstunden beim Mindestlohn mit?
Ja — entscheidend ist der effektive Stundenlohn: Monatsgehalt geteilt durch alle tatsächlich gearbeiteten Stunden. Wer 2.409 € bei 40 Vertragsstunden bekommt, aber regelmäßig 45 Stunden arbeitet, liegt effektiv bei nur 12,36 € und damit unter dem Mindestlohn.
Gilt der Mindestlohn auch für Minijobs?
Ja, auch Minijobber haben Anspruch auf 13,90 € pro Stunde. Durch die Erhöhung liegt die Minijob-Grenze 2026 bei 603 € im Monat — das entspricht etwa 43,4 Stunden. Wer mehr arbeitet, wird sozialversicherungspflichtig.
Kann mein Chef verlangen, dass ich auf den Mindestlohn verzichte?
Nein. Ein Verzicht auf den Mindestlohn ist gesetzlich ausgeschlossen — entsprechende Vereinbarungen sind unwirksam, egal ob mündlich, im Arbeitsvertrag oder als „freiwillige" Erklärung.
Wie lange rückwirkend kann ich Mindestlohn nachfordern?
Ansprüche auf den Mindestlohn verjähren erst nach 3 Jahren. Du kannst also auch für zurückliegende Monate die Differenz einfordern — vorausgesetzt, du kannst Arbeitszeit und Lohn belegen.
Gilt der Mindestlohn für Azubis und Praktikanten?
Für Auszubildende gilt stattdessen die Mindestausbildungsvergütung (2026: mindestens 724 € im ersten Lehrjahr). Pflichtpraktika im Rahmen der Ausbildung sind ausgenommen, freiwillige Praktika über 3 Monate fallen unter den Mindestlohn.
Quellen
- Mindestlohngesetz (MiLoG)
- Referenzwert 2026: 13,90 € pro Stunde
- Standardumrechnung Monatsstunden: Wochenstunden × 52/12
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