Zuletzt aktualisiert: 14. Oktober 2026
Öffentlicher-Dienst-Rechner 2026
Tabellenentgelt nach TV-L, TVöD VKA und TVöD Bund — inklusive Jahressonderzahlung und Stundenlohn.
Basierend auf 8 Quellen
Der Öffentlicher-Dienst-Rechner 2026 ermittelt dein tarifliches Bruttogehalt in wenigen Sekunden: Wähle Tarifbereich (TV-L, TVöD VKA oder TVöD Bund), Entgeltgruppe und Stufe — der Rechner schlägt das exakte Tabellenentgelt aus den aktuellen Entgelttabellen nach und rechnet Jahressonderzahlung, Jahresbrutto sowie deinen Stundenlohn dazu. Grundlage sind die offiziellen Tabellen: TV-L gültig seit 1. April 2026, TVöD gültig seit 1. Mai 2026. Steuern und Sozialabgaben sind bewusst nicht enthalten — gezeigt wird das reine Tarifentgelt für Vollzeit, ohne Zulagen.
So verwendest du diesen Rechner
Gib zunächst deine Werte in die Felder Tarifbereich, Entgeltgruppe, Stufe, Wochenarbeitszeit ein. Prüfe Einheiten und Zahlenformat im deutschen Stil. Das Ergebnis wird automatisch aktualisiert und kann zusätzlich über die Schaltfläche berechnet werden. Nutze die Ausgabe als Orientierung und vergleiche sie bei Bedarf mit weiteren Quellen.
So funktioniert der Öffentlicher-Dienst-Rechner
Vier Eingaben, sechs Ergebnisse:
- Tarifbereich (
tarifbereich): Wähle zwischenTVöD VKA (Kommunen),TVöD BundundTV-L (Länder). TV-L gilt für Landesbeschäftigte — etwa Uni-Verwaltung, Polizei oder Justiz der Länder (Hessen ausgenommen: dort gilt der eigene TV-H). TVöD VKA gilt für Kommunen — Stadtverwaltung, Kita, kommunale Kliniken. TVöD Bund gilt für Bundesbehörden und Ministerien. - Entgeltgruppe (
entgeltgruppe): E1 bis E15, dazu E9a, E9b und E9c als eigene Optionen für die mittlere Qualifikationsebene. Die Gruppe hängt von Tätigkeit und Qualifikation ab, nicht vom Alter. E9c existiert nur im TVöD — bei TV-L zeigt der Rechner dafür den E9b-Wert an. - Stufe (
stufe): Stufe 1 bis 6. Der Stufenaufstieg folgt § 16 TVöD/TV-L: Stufe 1→2 nach einem Jahr, 2→3 nach zwei Jahren, 3→4 nach drei Jahren, 4→5 nach vier Jahren, 5→6 nach fünf Jahren. Wichtig: In der E1 gibt es keine Stufe 1 — dort startet man direkt in Stufe 2 und bleibt je Stufe vier Jahre. - Wochenstunden (
wochenstunden): Vorgabe 39 Stunden, frei editierbar. Für den Stundenlohn zählt deine tatsächliche regelmäßige Arbeitszeit — verifiziert: TVöD 39 Stunden im Westen, 40 Stunden im Osten.
Ausgegeben werden: Tabellenentgelt pro Monat (tabellenentgelt), Jahressonderzahlung als Satz (jsz_prozent) und als Betrag (jsz_betrag), Jahresbrutto gesamt (jahresbrutto), Ø Monatsbrutto inkl. Sonderzahlung (monats_schnitt) und Stundenlohn (stundenlohn). Alle Werte sind Vollzeit-Brutto ohne Zulagen; Steuern und Sozialabgaben sind bewusst nicht enthalten.
Durchgerechnetes Beispiel
Nimm Julia, 34, Verwaltungsangestellte bei einer Stadtverwaltung in Nordrhein-Westfalen — also TVöD VKA. Sie ist in E6, Stufe 1 eingruppiert und arbeitet 39 Stunden pro Woche.
- Eingaben:
tarifbereich= TVöD VKA (Kommunen),entgeltgruppe= E6,stufe= 1,wochenstunden= 39 - Tabellenentgelt (
tabellenentgelt): 3.240,30 € pro Monat (TVöD-Tabelle VKA, gültig 01.05.2026–31.03.2027) - Jahressonderzahlung (
jsz_prozent/jsz_betrag): 85 % von 3.240,30 € = 2.754,26 € - Jahresbrutto (
jahresbrutto): 12 × 3.240,30 € + 2.754,26 € = 38.883,60 € + 2.754,26 € = 41.637,86 € - Ø Monatsbrutto (
monats_schnitt): 41.637,86 € ÷ 12 = 3.469,82 € - Stundenlohn (
stundenlohn): 3.240,30 € ÷ (39 × 4,348) = 3.240,30 € ÷ 169,572 = 19,11 €
Julia sieht also schwarz auf weiß: 3.240,30 € Tarifentgelt im Monat, 41.637,86 € im Jahr inklusive Weihnachtsgeld — und ihre Arbeitsstunde ist rechnerisch 19,11 € wert. Netto ist das noch nicht: Was nach Lohnsteuer und Sozialabgaben übrig bleibt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner weiter.
Wie hoch ist das Gehalt im öffentlichen Dienst 2026?
Die Spanne ist groß und hängt an drei Stellschrauben: Tarifbereich, Entgeltgruppe, Stufe. Am unteren Ende steht die E1 für einfachste Tätigkeiten: TVöD VKA Stufe 2 beginnt bei 2.534,55 € monatlich. In der Mitte liegt etwa die E9b Stufe 3 bei 4.203,56 €. Ganz oben steht die E15 Stufe 6 mit 8.204,11 € im TVöD — im TV-L sind es 7.854,52 €, also knapp 350 € weniger pro Monat.
Zum Vergleich ein paar verifizierte TVöD-VKA-Werte aus Stufe 3 (gültig seit 1. Mai 2026): E3 = 3.215,57 €, E5 = 3.449,05 €, E8 = 3.843,36 €, E9a = 4.097,67 €, E11 = 5.046,03 €, E13 = 5.709,87 €.
2026 gab es spürbare Erhöhungen. Die TVöD-Tabelle stieg zum 1. Mai 2026 um 2,8 % (Laufzeit bis 31. März 2027; zuvor gab es +3,0 %, mindestens 110 €, ab 1. April 2025). Die TV-L-Tabelle folgte zum 1. April 2026 ebenfalls mit +2,8 %, mindestens aber 100 € mehr pro Monat (gültig bis 31. Dezember 2026).
Der eigentliche Paukenschlag 2026 steckt aber in der Jahressonderzahlung. Bei den Kommunen (TVöD VKA) gibt es seit 2026 einheitlich 85 % eines Monatsentgelts als Weihnachtsgeld — für die oberen Gruppen E13 bis E15 sind das über 33 Prozentpunkte mehr als 2025 (damals 51,78 %). Beim Bund wurde neu gestaffelt: 95 % in den Gruppen E1–E8, 90 % in E9a–E12 und 75 % in E13–E15. Im TV-L gelten 2026 (zweitquellen-verifiziert): 87,43 % (E1–E4), 88,14 % (E5–E8), 74,35 % (E9a–E11), 46,47 % (E12–E13) und 32,53 % (E14–E15).
Was ist der Unterschied zwischen TV-L und TVöD?
- TV-L (Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder): gilt für die Beschäftigten der Bundesländer — Landesverwaltungen, Universitäten, Schulen mit Tarifbeschäftigten, Polizei und Justiz der Länder. Hessen geht einen Sonderweg mit dem eigenen TV-H und ist nicht abgedeckt.
- TVöD VKA (Kommunen): gilt für kommunale Arbeitgeber — Stadt- und Kreisverwaltungen, Kitas, kommunale Krankenhäuser und Stadtwerke.
- TVöD Bund: gilt für die Bundesverwaltung — Ministerien, Bundesoberbehörden, Bundespolizei im Tarifbereich.
Die Tabellen unterscheiden sich messbar, und die Termine laufen auseinander: Die TV-L-Tabelle endet bereits am 31. Dezember 2026, die TVöD-Tabelle erst am 31. März 2027. Die nächste TVöD-Tarifrunde startet am 9. April 2027 in Potsdam — was dort herauskommt, landet erst danach in den Tabellen.
Ein Detail, das viele übersehen: Die Wochenarbeitszeit ist nicht überall gleich. Verifiziert für den TVöD: 39 Stunden im Westen, 40 Stunden im Osten. Bei gleichem Monatsentgelt ist der Stundenlohn im Osten dadurch rechnerisch etwas niedriger. Stelle im Rechner deshalb immer deine tatsächliche Wochenarbeitszeit ein.
Warum gibt es E9a, E9b und E9c?
Weil in der alten Entgeltgruppe 9 sehr unterschiedliche Tätigkeiten landeten — vom Sachbearbeiter bis zum Ingenieur mit Fachhochschulabschluss. Die Aufspaltung sortiert das: E9a unten, E9b in der Mitte, E9c oben. Die Abstände sind bewusst klein — im TVöD VKA trennen E9a Stufe 1 (3.658,61 €) und E9c Stufe 1 (4.010,72 €) gut 350 €.
Vorsicht beim Wechsel zwischen Bund und Kommune: In E9a bis E9c gelten beim Bund leicht abweichende Tabellenwerte. Beispiel E9b Stufe 1: Kommunen 3.779,84 €, Bund nach einer Tarif-Tabelle (lohntastik.de, Stand 2026) 3.833,50 € — 53,66 € Unterschied. Der Rechner zeigt für den Bund in E9a–E9c die Kommunen-Werte an und weist darauf hin; wer es auf den Cent genau braucht, prüft die Arbeitgeber-Tabelle. In allen anderen Gruppen sind Bund und Kommunen identisch.
Formel
Monatsentgelt = Tabellenwert(Tarifbereich, Entgeltgruppe, Stufe)
Jahressonderzahlung = Monatsentgelt × JSZ-Prozentsatz
Jahresbrutto = 12 × Monatsentgelt + Jahressonderzahlung
Ø Monatsbrutto = Jahresbrutto ÷ 12
Stundenlohn = Monatsentgelt ÷ (Wochenstunden × 4,348)
JSZ-Prozentsätze 2026 nach § 20: TVöD VKA einheitlich 85 %; TVöD Bund 95 % (E1–E8), 90 % (E9a–E12), 75 % (E13–E15); TV-L 87,43 % (E1–E4), 88,14 % (E5–E8), 74,35 % (E9a–E11), 46,47 % (E12–E13), 32,53 % (E14–E15).
Die 4,348 sind der tarifliche Umrechnungsfaktor von Wochen- auf Monatsstunden. Beispiel Julia von oben: 3.240,30 € ÷ (39 × 4,348) = 19,11 €.
So ist dieser Rechner entstanden
Dieser Rechner ist entstanden, weil die Tariflandschaft 2026 unübersichtlich geworden ist: drei Tarifbereiche mit unterschiedlichen Erhöhungsterminen, eine Jahressonderzahlung, die bei den Kommunen komplett neu geregelt wurde, und Tabellen, die nur als PDF existieren. Der Rechner legt TV-L und TVöD nebeneinander, schlägt den exakten Tabellenwert nach und rechnet die Sonderzahlung gleich mit — centgenau aus den verifizierten Tabellen.
Häufig gestellte Fragen
Wie berechne ich mein Gehalt im öffentlichen Dienst?
In vier Schritten: 1) Tarifbereich wählen (TV-L für Länder, TVöD VKA für Kommunen, TVöD Bund für den Bund). 2) Entgeltgruppe wählen (E1–E15, dazu E9a/b/c). 3) Stufe wählen (1–6; in E1 gibt es keine Stufe 1). 4) Wochenstunden prüfen. Beispiel: TV-L, E13, Stufe 4 → 5.873,56 € Monatsentgelt. Jahressonderzahlung 46,47 % = 2.729,44 €. Jahresbrutto = 12 × 5.873,56 € + 2.729,44 € = 73.212,16 €.
Wie hoch ist die Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld) 2026 im öffentlichen Dienst?
Das hängt vom Tarifbereich ab. TVöD Kommunen: seit 2026 einheitlich 85 % eines Monatsentgelts. TVöD Bund: 95 % (E1–E8), 90 % (E9a–E12), 75 % (E13–E15). TV-L: 87,43 % (E1–E4), 88,14 % (E5–E8), 74,35 % (E9a–E11), 46,47 % (E12–E13), 32,53 % (E14–E15). Durchgerechnet: TVöD Bund, E6, Stufe 1 → 3.240,30 € × 95 % = 3.078,29 € Sonderzahlung, Jahresbrutto 41.961,89 €. Anspruch besteht, wenn du am 1. Dezember im Arbeitsverhältnis bist (§ 20).
Wie lange dauert es bis zur nächsten Stufe?
Nach § 16 TVöD/TV-L: von Stufe 1 auf 2 nach einem Jahr, auf Stufe 3 nach zwei weiteren Jahren, auf Stufe 4 nach drei weiteren Jahren, auf Stufe 5 nach vier weiteren Jahren, auf Stufe 6 nach fünf weiteren Jahren. Sonderfall E1: Dort gibt es keine Stufe 1 — der Einstieg erfolgt in Stufe 2, und jede weitere Stufe dauert vier Jahre.
Gilt die Tabelle auch für Teilzeit?
Die Tabellenwerte gelten für Vollzeit. Bei Teilzeit wird das Tabellenentgelt anteilig gekürzt — zum Beispiel die Hälfte bei 50 %. Der Rechner zeigt immer den Vollzeit-Wert; der Stundenlohn eignet sich aber gut als Vergleichsmaß, weil er unabhängig von der Arbeitszeit ist.
Warum zeigt der Rechner kein Netto-Gehalt?
Weil Netto von zu vielen persönlichen Faktoren abhängt: Steuerklasse, Kirchensteuer, Krankenkassen-Zusatzbeitrag, Kinder, Bundesland. Der Rechner bleibt bewusst beim verlässlichen Teil — dem tariflichen Brutto. Was nach Lohnsteuer und Sozialabgaben übrig bleibt, rechnet der Brutto-Netto-Rechner aus deinem Ergebnis weiter.
Was ist der Unterschied zwischen TVöD VKA und TVöD Bund?
In den meisten Gruppen sind die Tabellen identisch — die Unterschiede stecken in E9a bis E9c (Beispiel E9b Stufe 1: Kommunen 3.779,84 €, Bund laut einer Tarif-Tabelle 3.833,50 €) und in der Jahressonderzahlung: Kommunen einheitlich 85 %, Bund gestaffelt 95/90/75 %. Der Rechner zeigt für den Bund in E9a–E9c die Kommunen-Werte an und weist darauf hin.
Gilt der Rechner auch für Hessen, den Sozial- und Erziehungsdienst oder die Pflege?
Nein. Hessen hat mit dem TV-H einen eigenen Tarifvertrag, und für den Sozial- und Erziehungsdienst (SuE-Tabelle) sowie die Pflege (P-Tabelle) gelten eigene Entgelttabellen. Der Rechner deckt die allgemeine TV-L- und TVöD-Tabelle ab — also E1 bis E15 inklusive E9a/b/c.
Wann kommt die nächste Tariferhöhung?
Die TV-L-Tabelle läuft bis 31. Dezember 2026, die TVöD-Tabelle bis 31. März 2027. Die nächste TVöD-Tarifrunde beginnt am 9. April 2027 in Potsdam — erst danach stehen die neuen Tabellen fest. Die Werte in diesem Rechner gelten für 2026 (TV-L ab 01.04.2026, TVöD ab 01.05.2026).
Quellen
- https://www.tdl-online.de/fileadmin/downloads/TV-L/TV-L_Anlagen/Allgemeine_Entgelttabelle__Anlage_B___g%C3%BCltig_vom_01.04.2026_bis_31.12.2026.pdf
- https://www.dpolg-bayern.de/files/a-z/Entgelttabelle_TV_L_01.04.2026_bis_28.02.2027.pdf
- https://bewerbung.ulm.de/system/assets/0efd8d897ea04ddc83058a0fc87c92437d9ff9f8/original/Entgelttabelle_TVoeD_VKA_gueltig_01.05.2026_31.03.2027.pdf
- https://oeffentlicher-dienst-news.de/tvoed/
- https://oeffentlicher-dienst-news.de/weihnachtsgeld-oeffentlicher-dienst-2026/
- https://oeffentlicher-dienst-news.de/gehaltserhoehung-im-oeffentlichen-dienst-2026-2027-2028/
- https://oeffentlicher-dienst-news.de/wie-viel-springt-fuer-sie-heraus-wir-rechnen-ihr-tvoed-gehalt-2027-durch/
- https://www.bmi.bund.de/DE/themen/oeffentlicher-dienst/tvoed/tarifverhandlungen/tarifverhandlungen-2025-artikel.html
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